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Layering – das Geheimnis schöner Haut aus dem Fernen Osten

von Sabine Nemec. 17. Apr 2016

Ich muss gestehen! Ich habe eine Schwäche für Fernost. Japan, China, Taiwan, Indonesien, Thailand, Malaysia – sie zaubern mir ein wohliges Gefühl ums Herz. Diese Länder sind mir nicht fremd – ich habe dort viele Jahre gelebt. Sie sind inzwischen wie ein fernes Zuhause für mich und die kulturellen und gastronomischen Gepflogenheiten üben einen starken Reiz auf mich aus. Mich fasziniert asiatisches Design, die schmackhaften und würzigen Gerichte, die andersartigen Gerüche – ja auch eine geruchsintensive Durian (auch bekannt als die Stinkfrucht) hat ihren Reiz -, die Landschaften, die Menschen, die Flora und die Rituale. In vielen Ländern Asiens werden Rituale in vielen Bereichen des Lebens gepflegt. Japan etwa ist berühmt für seine Tee-Zeremonie und seine Bade-Kultur. Dieser sehr bedächtige und sorgsame Umgang, der mit solchen Zeremonien zum Ausdruck gebracht wird, findet frau auch in der Gesichtspflege.

In Japan wird viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres gelegt und so genießen Schönheitspflege und Körperhygiene einen hohen Stellenwert. Die Kombination aus jahrhundertealter Tradition und High-Tech liefern immer wieder spannende neue Produkte und Techniken – auch in der Hautpflege. Ein Schönheitsgeheimnis vieler Japanerinnen möchte ich dir heute vorstellen.

Asiatinnen geben ihr Geld eher für ihre Hautpflege aus als für Make-Up. Also statt mit Make-Up eine unreine Haut abzudecken, investieren sie lieber in viele verschiedene Pflegeprodukte, um eine Haut zu bekommen, die frau gerne herzeigt.

Strahlen statt abdecken – Layering ist der Schlüssel

Eine reine, straffe und strahlende Gesichtshaut ist mehr als nur Kür in einem Land in dem das Äußere so wichtig ist – es ist eine Pflicht. Und der Weg dahin ist, anders als bei uns im Westen in dem All-in-one Produkte und Multitasking Cremes gerne aufgetragen werden, um einiges vielschichtiger. Und da landen wir auch schon bei dem hier so wichtigen Stichwort „Layering“. Beim Layering – Englisch für das Schichten – werden mehrere Reinigungsstufen und Pflegeprodukte so aufeinander abgestimmt, dass die Haut optimal gereinigt und gepflegt wird. Dabei kommt es auf die Reihenfolge der Schritte genauso an wie auf die Auftragetecnik – es wird nicht einfach gecremt, sondern mit massierenden, klopfenden, tupfenden, drückenden Bewegungen in die Gesichtshaut einmassiert – ja regelrecht eingearbeitet. Das hat einen einleuchtenden Grund. Durch das sanfte Einarbeiten wird die Durchblutung anregt und die Aufnahme der Pflegeprodukte beschleunigt. Sie sollen von der Haut schließlich rasch aufgenommen werden noch bevor sie die Chance haben auf der Haut anzutrocknen. Das kennst Du bestimmt schon vom Einklopfen Deiner Augencreme. Durch diese Art des Auftragens hast Du noch einen Vorteil: Du brauchst weniger vom Pflegeprodukt. Die Haut zieht es schneller auf.

In einem westlichen Badezimmer finden sich vielleicht drei oder vier verschiedene Produkte zum Reinigen, Klären, Feuchtigkeit auftragen und Sonnenschutz, falls es nicht schon in der getönten Tagescreme oder dem Make-Up enthalten ist. Das Layering einer Japanerin kann zwischen 10 bis 18 Pflegeschritte umfassen – das ist sehr individuell eben. Dabei kommt nicht jedes Produkt gleich von einer Marke. Das hört sich natürlich enorm viel an, wo wir es doch gewohnt sind möglichst effizient in der Pflege unserer Haut zu sein. Meiner Erfahrung nach klappt es besonders gut als Abendritual. Der Tag wird von der Haut gewaschen und gleichzeitig habe ich die Zeit um selbst abzuschalten und vom Tag „herunterzukommen“. Es ist ein wenig Zen für mich.

layering

Mein Pflegeritual mit Layering

Mein allabendliches Layering Pflegeritual hat acht Schritte.

1.

Es fängt an mit einer zweistufigen Reinigung. Mit einer Reinigungscreme entferne ich zuerst mein Make-Up. Bei besonders stark geschminkten Augen verwende ich zusätzlich ein Augenmakeup-Entferner.

Meine Reinigungscreme ist Lait Démaquillant Velours Gentiane von Clarins.

2.

Als nächstes wasche ich mein Gesicht, um es so von Schmutz und Talgüberschuss zu befreien. Das kannst Du mit einem schäumenden Reinigungs-Mousse oder einer schäumenden Gesichtsseife erreichen. Die Japanerinnen schäumen die Reinigungsmousse so intensiv auf, dass die Finger die Haut nicht direkt berühren, sondern über die Haut gleiten. Die Haut danach sanft mit einem Handtuch abtupfen.

Meine Reinigungs-Mousse ist Extra Gentle Cleansing Foam von Shiseido. Wenn meine Haut besonders „aufgeregt“ ist (z.B. durch viel Stress oder wenn Heuschnupfenzeit ist) verwende ich auch gerne Centella Skin-Calming Facial Cleanser von Kiehl’s.

3.

Die kalkigen Wasserreste auf der Hautoberfläche werden im dritten Schritt entfernt – mit einem alkoholfreien Toner. Gleichzeitig hilft der alkoholfreie Toner die Gesichtshaut in Balance zu bringen. Dazu einen Wattepad mit Toner tränken und die Haut damit sanft abstreichen.

Gerne verwende ich den Equalizing Toner von SkinCeuticals.

4.

Im vierten Schritt versorgt ein hydratisierender Toner meine Haut mit Feuchtigkeit. Das Gesichtswasser kannst Du direkt auf dein Gesicht sprühen und mit den Handflächen „eindrücken“ oder in Deine Handflächen sprühen und über Dein Gesicht drücken.

Hier nehme ich ein Multi-Talent: Mizellen Reinigungswasser All-in-1 von Garnier.

5.

Nun kommt ein Serum zum Einsatz. Die Seren werden in der westlichen Pflege häufig nur für besondere Fälle, reifere Haut oder die wöchentliche Wellness Kur für die Haut eingesetzt. Diese Feuchtigkeitsspender sind Hochleistungsprodukte und in der japanischen Pflege der goldene Standard. Mit den Fingerspitzen werden ein paar Tropfen über das ganze Gesicht eingeklopft.

Mein Serum ist Midnight Recovery Concentrate von Kiehl’s.

6.

Eingeklopft wird auch die Augencreme. Ich klopfe sie vom Augenwinkel nach innen zur Nasenwurzel hin.

Ich verwende um meine Augen die Powerful Wrinkle Reducing Eye Cream von Kiehl’s.

7.

Als nächstes verwende ich eine reichhaltige Nachtcreme. Zuletzt trage ich eine Gesichtsöl auf besonders trockene Stellen im Gesicht auf.

Die Nachtcreme ist  Vitamin E Nourishing Night Cream von Body Shop.

8.

Meine Lippen pflege ich mit einem fetten Lippenbalsam: Bepanthol Lipstick.

Image Credits: FlexDreams/shutterstock.com
17
Apr
2016

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