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Mikroplastik – Kein mikroskopisch kleines Problem!

von Swantje Prang. 26. Jan 2018

Es gibt Themen, die brennen mir auf der Seele. Mikroplastik ist so eines. Winzig kleine Kügelchen, die zunehmend zu einem großen Problem heranwachsen. In unserem Alltag haben wir scheinbar selten damit zu tun und deshalb scheint es weit entfernt und arg abstrakt zu sein. Dennoch sind wir alle schon einmal damit in Berührung gekommen: Beim Spaziergang am Strand oder beim Badeurlaub. Unter unseren Füßen und unter unserem Badetuch haben sich in den Strand kleinste Plastikteile (manche so groß wie die Kügelchen im Körperpeeling – die übrigens häufig auch aus Kunststoff sind – und andere mikroskopisch klein) gemischt. Der Sand an vielen Küsten und Inseln der sechs Kontinenten ist mit Mikroplastik in unterschiedlichen Größe und Farben durchzogen.

Woher kommt eigentlich Mikroplastik?

Das ist ziemlich einfach zu beantworten: Aus weggeworfenen Tüten, Plastikflaschen und andere Plastikteile, auch primäres Mikroplastik genannt, die im Meer landen. Diese werden durch Wellenbewegung und UV-Licht zerkleinert und pulverisiert und gelangen so in die Nahrungskette der Meeresbewohner – und dann auch bei uns. Aber Mikroplastik kommt auch auf andere Wege ins Meer. Körper- und Gesichtspflegeprodukte, zum Beispiel fürs Peeling, besitzen häufig kleine Kügelchen aus Plastik, die irgendwann in unsere Flüsse landen. Auch die Waschmaschine ist ein Tatort.

Tatort Waschmaschine

Bei Kunststoff denken wir häufig erst einmal an die Plastikflaschen und Plastiktüten, die in unfassbar großen Mengen über das Meer treiben und mittlerweile eine Dimension angenommen haben, dass es mir bei dem Gedanken daran ganz flau im Magen wird. Im Pazifik schwimmt ein Müllteppich, der so groß wie Zentraleuropa ist, und bekannt ist unter dem Namen „Great Pacific Garbage Patch“. Dieses Plastik ist die etwas offensichtlichere Belastung für unsere Weltmeere und Flüsse, denn auch die Kleidung, die wir tagtäglich tragen und waschen, bildet ein Teil dieses Problems. Nämlich dann wenn sie aus synthetischen Materialien besteht.

 

„Every little piece of plastic manufactured in the past 50 years that made it into the ocean is still out there somewhere.“ – Tony Andrady, Chemiker des amerikanischen Research Triangle Institute

 

Immer dann, wenn wir unseren Fleecepullover oder unser Sportshirt in die Waschmaschine legen, werden beim anschließenden Waschgang unzählig viele Plastikfasern aus dieser Kleidung ausgewaschen. Durch die Kanalisation nehmen sie dann den Weg über unsere Kläranlagen und weiter in unsere Flüsse bis sie  irgendwann im Meer landen. Diese Fasern sind so winzig klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann. Bis dato können unsere Kläranlagen die Mikrofasern nicht wirklich „erkennen“ und zuverlässig herausfiltern. Befinden sich die Mikrofasern erst einmal in unserem Wasserkreislauf, lagern sich Krankheitserreger oder Bakterien an sie ab. Die mikroskopisch kleinen Partikel werden von allen Bewohnern der Meere, wie beispielsweise den Fischen, Muscheln, Vögeln und vielen anderen, konsumiert und führen in der Folge zu massiven gesundheitlichen Problemen. Verdauungsprobleme, Infektionen, Unfruchtbarkeit sind nur ein kleiner Teil der Auswirkungen auf den Organismus der Tiere, die letztendlich auch die ganze Nahrungskette betreffen. Und in Folge dessen auch uns.

Gute Ideen gegen Mikroplastik

Beruflich habe ich im Bereich Outdoorkleidung einfach viel mit verschiedenen Textilien, deren Herstellung, Verarbeitung und Veredelung zutun. Immer wieder stoße ich auf Firmen, die stetig auf der Suche nach Verbesserungen und Optimierungen sind. Mittlerweile gibt es eine immer größer werdende Anzahl von Firmen, die sich darum bemühen, Outdoorkleidung sozialverträglich, nachhaltig und umweltschonend zu produziern. Etwa Jack Wolfskin. Die Marke bringt 2018 als erster Outdoorhersteller Jacken auf den Markt, die zu 100% aus recycelten Materialien besteht. Bei den ECOsphere Jacken ist sogar die verwendete Membran recyclet. In meinen Augen ziemlich einfallsreich und zeitgemäß.

Und dann gibt es noch GUPPYFRIEND. Eigentlich produzieren sie bestmöglich nachhaltige und unter fairen Bedingungen hergestellte Schuhe und Kleidung für LANGBRETT. Die Gruppe von Surfern und Naturliebhabern bietet neben den Produkten aus natürlichen Materialen auch Outdoorkleidung anderer Hersteller an. Und dadurch tragen – nein, besser trugen – sie auch zum Problem des Mikroplastiks in den Weltmeeren bei. Durch Meeresaktivisten wurden sie darauf aufmerksam gemacht und haben kurzerhand die gemeinnützige Organisation STOP! MICRO WASTE gegründet aus dem heraus GUPPYFRIEND entstand.

Ein Waschbeutel, der viel Gutes tut

GUPPYFRIEND ist ein Waschbeutel, der effektiv verhindert, dass Kunstfaser-Bruchstücke in unsere Meere und Flüsse gelangen. Übrigens ist es auch weltweit die erste geeignete Lösung für dieses Problem. Die sehr weiche und glatte Oberfläche des Guppyfriend-Waschbeutels verhindert zum einen, dass weniger Faser beim Waschen abbrechen, und im zweite Schritt werden die abgebrochenen Fasern im Waschbeutel aufgefangen. Der aus qualitativ hochwertigen Polyamiden hergestellte Waschbeutel verhindert das Austreten der abgebrochenen Mikrofasern und sammelt dies in den Ecken bzw. im Saum des Waschbeutels. Somit wird unsere Umwelt extrem entlastet und unsere Kleider, Oberteile, Hosen und Funktionskleidung auch noch nachhaltig vor schnellem Verschleiß geschützt.

Und es wird noch mehr Gutes getan: Die Erlöse, die durch den Verkauf der Guppyfriend-Waschbeutel erzielt werden, werden für die Entwicklung weiterer Maßnahmen und natürlich auch Lösungen zum Schutz unserer Umwelt durch Mikroplastik-Verschmutzung verwendet. Beispielsweise für Maßnahmen, wie das Organisieren von Info-Veranstaltungen und andere Aufklärungsarbeit, aber auch zur Bereitstellung der gewonnenen Erkenntnisse für die Textilwirtschaft, um den Abrieb der Mikrofasern massiv zu reduzieren. Auch die Forschung an neuen und einfachen Lösungen, um Mikrofasern zu reduzieren, wird stetig vorangetrieben.

Ich finde das Projekt fantastisch und bin ganz begeistert von diesem Waschbeutel. Wenn du neugierig geworden bist und mit dem GUPPYFRIEND unsere Umwelt entlasten willst, dann findest du ihn hier.

Bild: Von Smileus / shutterstock

26
Jan
2018

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