Über 200.000 Modeartikel
Topauswahl aus über 50 Shops
Viele Outfits, Modetipps & Blog
Für kurvige Frauen von kurvigen Frauen

Schlag & fertig? Oder doch besser anders?

Schlagfertigkeit hat viele Nuancen und nicht jede ist humorvoll oder konstruktiv. Deshalb unterscheidet man zwischen einer positiven und einer negativen Schlagfertigkeit. Menschen, die sich einer negativen Schlagfertigkeit bedienen, teilen die Welt in Gewinner und Verlierer ein – und zu den letzteren willst Du keinesfalls gehören. Sie kämpfen, parieren und schlagen dabei unter die Gürtellinie. Hieraus können schwerwiegende Konflikte entstehen, zwischenmenschliche Beziehungen kaputtgehen und Konflikte noch verschärft werden.

Eine positive Schlagfertigkeit beschränkt sich nicht nur darauf wortgewandt zu kontern, sondern hilft die eigene Souveränität zu behalten, Situationen zu entspannen und lösungsorientiert zu agieren. Dazu gehört eine gesunde Portion Gelassenheit, Selbstbewusstsein und Fingerspitzengefühl.

Schlagfertigkeit: Techniken um Paroli zu bieten

Hast Du diese Kommentare schon einmal zu hören bekommen? „Sie stellen sich heute aber blöd an.“ oder „Du hast ein hübsches Gesicht.“ oder „Mensch, sei nicht so emotional!“ oder „Wie siehst Du heute aus.“. Sich auf die Zunge beißen und sich dazu nur eine Antwort denken, wäre doch viel zu schade. Das wäre wie innerlich freuen – da hat keiner Spaß dran. Das sollte schon raus.

Mit der richtigen Technik hast Du ein wirkungsvolles Gegenmittel, dabei kannst Du aus  einer Vielzahl an Schlagfertigkeitstechniken wählen. Nachfolgend eine kleine Auswahl. Übe daran verschiedene Situationen oder Kommentare, die Dich auf die Palme bringen.

 

1. Pausentechnik

Mit dieser Technik reagierst Du so, wie Dein Gesprächspartner nicht damit rechnet. Nämlich ohne mit der Wimper zu zucken, d.h. ohne eine Reaktion zu zeigen. Du demonstrierst ihm dadurch, dass er mit seinen Worten nichts bewirken kann. Die Pausentechnik ist ein gezieltes Schweigen, um den Gesprächspartner zum Weiterreden zu bewegen. Das kann so aussehen:

3 Sekunden Pause,
auffordernder Urlaut (mmmhhh, aha, so so),
3 Sekunden Pause.

Spricht der angreifende Gesprächspartner nach Deiner Pause nicht, dann übernimmst Du das Gespräch. Halte dabei Augenkontakt. Du gewinnst Informationen und Zeit für Dein Handeln.

2. Verallgemeinerungen

Es ist eine einfache und wirksame Technik und arbeitet mit einer universalen Antwort. Einige Beispiele:

„Frauen können nicht einparken!“
„Ja, dann müsstest du eine Frau sein.“

„Pubertierende Mädchen sind super zickig.“
„Ja, dann müsstest du ein pubertierendes Mädchen sein.“

3. Maßlose Übertreibung

Wenn jemand Dir etwas unterstellt oder vorwirft, dann stimme zu. Dabei übertreibst Du so sehr, dass der Vorwurf humorvoll zum Platzen gebracht wird.

„Siehst Du heute schlecht aus!“

„Du hättest mich heute morgen sehen sollen. Da habe ich so schlecht ausgesehen, dass ich zum Arzt gegangen bin. Der hat mir ein paar Schönheitstabletten verschrieben.“

4. Details aufnehmen

Unangemessener Kritik begegnest Du indem Du den Gesprächspartner ernst nimmst, ihm Verständnis entgegenbringst und versuchst die Situation zu klären.

Der Kollege meint: „Sie haben sich aber viel Zeit mit dem Rückruf gelassen. Unter guter Zusammenarbeit verstehe ich aber etwas anderes.“
Dein Konter: „Mich ärgert es auch, wenn ich länger auf etwas warten muss…“ Dann gehst Du über zum Grund Deines Anrufes.

Eine Kollegin kritisiert Dich: “Wieso kann man sich nicht auf dich verlassen?“
Dein Konter: „Weshalb sagst du so was? Was genau verstehst du unter ’nicht verlassen‘?“

„Verrate mir bitte mal: wie schafft man es, wenn man sich so viel bewegt und läuft, noch sooo mollig zu sein?“
Dein humorvoller Konter: „Weißt du, das ist ganz einfach. Du musst nur genug essen.“

5. Rückfrage mit neuem Fokus

Hierbei wird eine Rückfrage gestellt, die vom eigentlichen Vorwurf ablenkt. So wird der Angreifer verwirrt und er wird aus seinem Denkschema rausgeholt.

„Sie haben eine ziemliche Unordnung auf Ihrem Schreibtisch.“
„Wie schaffen Sie´s Ihren Bürotisch so ordentlich zu halten?“

„Dicke sollen doch keine Streifen anziehen. Ist doch ziemlich unvorteilhaft.“
„Was ziehst Du gerne an?“

6. Rückfrage mit Übertreibung

Bei dieser Form der Rückfrage verdrehst Du den Vorwurf ins Gegenteil und verzerrst es nun so, dass es offensichtlich unangenehm wird.

„Sie sind aber langsam.“
“Wäre es Ihnen lieber, ich würde schnell und oberflächlich arbeiten?“

„Du quatschst immer so viel!“
„Wäre dir lieber, ich würde mich nicht mit dir unterhalten und nicht Wert auf deine Meinung legen?“

7. Umdeuten

Wenn Du mit einem Vorwurf etikettiert wirst, in dem ein negativer Begriff vorkommt, kannst Du ihn mit dieser eleganten Methode parieren. Dabei wird die negative Eigenschaft positiv uminterpretiert.

„Du bist wieder so emotional!“
Dein Konter: „Wenn Du unter „emotional“ verstehst, dass ich mit viel Herzblut und Leidenschaft für meinen Standpunkt kämpfe, ja, dann bin ich emotional.“

„Frau Schulze, Sie sind unerfahren.“
Dein Konter: “Wenn „unerfahren“ bedeutet, dass ich offen für neue Ideen bin und nicht eingefahren bin, dann bin ich gerne unerfahren.“

Nicht immer ist der filmreife Spruch auf Deinen Lippen – sei nicht enttäuscht und ärgere Dich nicht darüber. Stattdessen betrachte es als eine gute Gelegenheit aus der Situation zu lernen. Überlege Dir: Was hätte ich sagen können? Die Mühe zahlt sich aus. Das Leben ist schließlich kein Kinofilm in dem Szenen dann ausgeblendet werden. Deine Kommunikation hat Wirkung und Auswirkungen. Verletzende Worte treffen immer und sind nachhaltig – mit Konsequenzen, die nicht immer gleich bemerkbar sind. Eine positive Schlagfertigkeit hingegen schafft Respekt, Souveränität und eine gute Beziehung.